F.M.Alexander-Technik



Am besten lässt sich die Alexandertechnik erklären, wenn man sich bewusst macht, dass viele unserer Bewegungen automatisch aus dem Körpergedächtnis gesteuert werden. Seit unserer frühen Kindheit haben wir uns Bewegungsmuster und – gewohnheiten angeeignet, die sehr hilfreich und überlebenswichtig sind. Wir laufen, sitzen, führen komplizierte Bewegungen aus; wir balancieren und orientieren uns, gespeist aus dem unbewussten Gedächtnis unseres Körpers.

Wie unser Körper und die Regionen unseres Gehirns, die für die Komplexität aller Bewegungskoordinationen verantwortlich sind, funktionieren, wird deutlich, wenn wir z. B. Treppen steigen und plötzlich ins Leere treten, weil wir unbewusst eine weitere Stufe eingeplant hatten. Wir heben eine leere Bierkiste und fallen fast auf den Rücken, weil unser Körpergedächtnis Kraft für eine volle Kiste eingeplant hatte.

Wir Menschen sind die einzige Spezies dieses Planeten, die sich auch Unbewusstes bewusst machen kann. Wir gewöhnen uns hilfreiche Bewegungs – und Denkmuster an, aber auch Muster, die sowohl unserem Körper als auch unserem Geist im Weg stehen und uns und unser Tun ungünstig beeinflussen. Arbeit mit Alexandertechnik setzt die Bereitschaft voraus, eben solche Muster ins Bewusstsein zu rufen, diesen in einem stetigen Prozess immer mehr gewahr zu werden und ggf. zu verändern.

Viele Muster des Körpers stehen in direkter Verbindung mit Mustern des Denkens und der emotionalen Ebene. Ein hoch geschätzter Effekt längerer Arbeit mit Alexandertechnik ist ein positiveres Körpergefühl, verbunden mit größerer emotionaler Ausgeglichenheit.

Beim Erlernen von Geige und Bratsche kann man sich dem Instrument in möglichst großer körperlicher und geistiger Freiheit nähern.

Denk – und Wahrnehmungsübungen aus der Alexandertechnik lasse ich in meinen Unterricht einfließen. Sie helfen dabei, den Körper während des Spielens immer besser wahrzunehmen und ermöglichen angstfreies Spiel und freie Bewegungskoordination.